Biikefeuer auf Pellworm

Zum heimlichen Nationalfeiertag der Friesen am 21. Februar werden traditionell an der Westküste Schleswig-Holsteins und auf den Inseln Biikefeuer entzündet.

 

Der Petritag am 22. Februar war im Mittelalter ein wichtiges Datum für die Schifffahrt und bedeutete das Ende der Winterpause und der Beginn des Frühlings. Der Beginn der jährlichen Walfangsaison am Petritag hing mit einem Beschluss der Hansestädte aus dem Jahr 1403 zusammen, nach dem zwischen Martini (11. November) und Petri Stuhlfeier die Schifffahrt ruhte. Mit den Biikefeuern wurden die Walfänger verabschiedet. Die Frauen zündeten die Feuer an, um den fahrenden Männern langes sicheres Geleit zu geben. Die Leuchtfeuer bestanden im 17. und 18. Jahrhundert aus einfachen Leuchtbaken an den Stränden, die den Seefahrern und Walfängern als Navigationshilfe dienten.

 

Die Tradition des Biikebrennens in der Form von sorgsam aufgetürmten Holzstößen, die am Abend des 21. Februar angezündet werden, gibt es erst seit Ende des 19. Jahrhunderts.

 

Auf Pellworm ist diese einheimische Tradition des Feuerspektakels zu einem Wintervergnügen geworden. Das Anschließende gemütliche beisammen sein in netter Gesellschaft bei Grünkohl und Bratkartoffeln lockt viele Gäste zu einem wöchentlichen Kurzurlaub auf die Insel.

 

Von Jahr zu Jahr gibt es immer mehr Gäste, die dem Karneval entfliehen um die Ruhe, die frische Brise und die Natur der Insel Pellworm zu genießen.

 

Herzlich Willkommen auf Pellworm, die Insel im Wattenmeer des Nationalparks Schleswig-Holsteins.